Zentralbanken und Zinsen
Die Geldpolitik der Zentralbanken kann indirekt auch ganz konkrete Auswirkungen auf den kleinen Sparer haben – so etwa bei einer Senkung oder aber einer Anhebung des Leitzinses. Betroffen sind in beiden Fällen sowohl die Zinsen für Kreditprodukte als auch die Zinsen für Geldeinlagen.
Leitzinssenkungen und ihre Auswirkungen
Werden die Leitzinsen gesenkt, profitieren hiervon in einem ersten Schritt die Banken: Sie können sich Geld zu günstigeren Konditionen leihen. Diesen Vorteil nutzen die Banken dann auch, um ihre eigenen Zinsen, die sie im Rahmen von Krediten bzw. Darlehen von den Kunden verlangen, herabzusenken.
In einen zweiten Schritt kommt die Senkung der Leitzinsen also auch bei den Verbrauchern an. Die Banken können dabei auf eine stärkere Nachfrage ihrer Kredit- und Darlehensprodukte hoffen, die nun für die Kunden günstiger sind.
Der Vorteil, der sich in Hinblick auf Kredite und Darlehen für den Verbraucher ergibt, hat aber auch eine Kehrseite: So können etwa die Zinsen, die man zum Beispiel auf ein Sparkonto von der Bank bekommt, im Rahmen einer Leitzinssenkung sinken.
Leitzinsanhebungen und ihre Auswirkungen
Umgekehrt führt eine Anhebung des Leitzinses dazu, dass es für die Banken kostspieliger wird, sich Geld bei den Zentralbanken zu leihen. Ergo verlangen sie von ihren Kunden auch mehr Zinsen bei Kreditprodukten, die Verzinsung von Guthaben durch die Bank kann aber steigen. In Zeiten einer Leitzinsanhebung stehen für Otto-Normal-Verbraucher die Zeichen also eher auf Sparen als auf Finanzieren.
Momentan – in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise – wurden die Leitzinsen bereits mehrfach gesenkt, um die Wirtschaft zu stimulieren. Was man sich davon erhofft ist, dass die Banken wieder mehr Kredite vergeben, die zu neuen Investitionen und somit zum Aufschwung führen.
